Feldzeichen des Reichsaufgebotes

Hs. 1 Richental- Konzilschronik, Fol. 95r, Rosgartenmuseum Konstanz. Nach 1464

Hs. 1 Richental- Konzilschronik, Fol. 95r, Rosgartenmuseum Konstanz. Nach 1464

Friedrich III. legte vor dem Abmarsch des Reichsaufgebotstruppen aus der Sammelstation in Köln gen Neuss folgendes Kennzeichen für diese fest, Zitat aus „Neuss. Burgund und das Reich“ von Joseph Lange, Wilhelm Treue, Helmut Gilliam:

Zum Abschluss dieser Truppenschau [in Köln, Anmerkung des Autoren] liess der Kaiser zum Zeichen des Felszugsbeginns das St. Georgsbanner, das weisse Banner mit dem roten Kreuz hissen, und jeder Streiter musste ein weisses Schildchen mit einem roten Kreuz darin als des Kaisers und des Reiches Feldzeichen anlegen, damit der Freund vom Feind zu unterschieden war

 

Form

Die Form des Zeichens ist ein kleines weisses Schild mit rotem Kreuz, ein Sank-Georgskreuz (siehe Wikipedia).
Die Größe ist nicht genauer spezifiziert, ca. 10x12cm ist ein guter Richtwert. Für ein Beispiel einer Darstellung eines solchen Abzeichens siehe Bild rechts (aus HS.1. Konstanzer Konszilschronik, dargestellt wird das Konstanzer Wappen, schwarzes Kreuz auf weissem Grund)

 Material

Als Material kommen alle um 1475 verfügbaren Materialen zur Verfügung. Die da sind:

  • Leinen
  • Wolle
  • Seide
  • Barchent
  • Damast

Wer trägt es?

Zumindestens alle männlichen Personen des Reichsaufgebotes, genauere Angaben sind uns nicht bekannt, in er Regel ist nicht zu erwarten, dass Frauen, so zugegen, es trugen, da sie keine Freund-Feind Kennzeichnung benötigten.

 Näheres im Forum