Was wird geboten

 

Etwas zur Geschichte…

Das Sammellager des Reichsaufgebotes hat eine lange Tradition. Ursprünglich als „Pfingsttreffen“ durch die Company of Saynt Goerge begründet, findet es nunmehr im 2jährigen Rythmus an dem bewährten Ort, einem Jugendzeltplatz nahe dem kleinen Ort Hinterweidenthal, nahe Pirmasens, statt. Hunderte Darsteller des Zeitfensters spätes 15tes Jahrhundert aus ganz Europa treffen sich hier, um gemeinsam eine der wenigen wirklich internen Veranstaltungen des Living Historys zu gestalten, militärischen Drill der Zeit zu üben, zu Fechten, zu handeln, Neuigkeiten auszutauschen, zu Feiern…kurzum: Spaß zu haben.

Das Sammellager

Der Hintergrund der Veranstaltung ist die Darstellung eines – hypothetischen- Sammellagers der Reichsaufgebotstruppen der deutschen Reichsstätte, kurz vor dem Marsch gen Neuss, um dieses von der Belagerung durch Karl den Kühnen, Herzog von Burgund, im Jahre 1474 zu entlasten (mehr zum geschichtlichen Hintergrund hier). Hierfür wird auf Basis zeitgenössischer Quellen ein Militärlager im Aufbau- natürlich im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten- aufgebaut, inklusive Lagerbefestigung, Tor, Wachen, Zeltanordnung, Küchen usw. Der Schwerpunkt der Veranstaltung liegt auf dem militärischen Teil, was jedoch nicht bedeutet, dass nicht auch Darsteller mit rein zivilem Schwerpunkt daran teilnehmen können- denn so ein großes Lager zog immer auch jede Menge Leute mit an, die versuchten, Geld zu machen, und wurde von vielen Berufsgruppen unterstützt, wie Schmiede, Schreiner, Köche, Seelsorger…

Tagesprogramm und Ablauf

Grober Tagesablauf

Freitag 02.09.11

Offizieller Beginn der Veranstaltung
( nach Veranstaltungsbeginn kann das Gelände nicht mehr mit Fahrzeugen befahren werden )
solltet Ihr später anreisen müssen, nehmt bitte Kontakt mit uns auf )

8.00 Wecken
9.30 Antreten, Begrüßung durch den Lagerhauptmann, Tagesablauf wird bekanntgegeben
10.00-12.30 Programm
12.30-13.30 Pause
13.30-14.30 Programm
14.30-15.30 Pause
15.30 -17.30 Programm

Samstag 03.09.11

8.00 Uhr Wecken
10.00-12.30 Programm
12.30-13.00 kurze Pause
13.30-16.00 Programm
17.00 Uhr Lagerspiel

Sonntag

9.00 Uhr Wecken
10.00 Uhr Antreten
10.30 Uhr Marktbeginn mit Lotterie und Gericht
ca.16.00 Ende der VA und Abbau ( davor kann das Gelände nicht mit Fahrzeugen befahren werden )

Drillübungen

Teil des täglichen Programms ist zunächst einmal der militärische Drill. Hierzu werden alle Männer mit entsprechender Ausrüstung den jeweiligen Truppenteilen zugeordnet, und gemustert. Die Übungen erfolgen unter Anleitung erfahrender Darsteller auf Basis der zeitgenössischen Quelllage, sowohl Technisch (historische Fechttechniken), als auch vom Ablauf her, sofern rekonstruierbar

Spieleinlagen

Ebenfalls Teil des „Programmes“ sind sehr abgeschwächte „Spieleinlagen“, bei der eine bestimmte Szenerie nachgestellt wird, zum Beispiel eine Greichtsverhandlung. Dies geschieht ebenfalls auf Basis der bekannten Quelllage, aber natürlich mit einer Portion Augenzwinkern

Deckenmarkt

Bereits lange Tradition besitzt der „Deckenmarkt“, auf der Darsteller nicht mehr benötigte, oder überschüssige Gegenstände an andere weiterverkaufen oder -tauschen können. Erfahrungsgemäß ist dieser sehr gut geeignet, gerade zu Anfang seiner Darstellerkarriere, die eigene Ausrüstung aufzustocken.

Wachdienst

Teil eines Militärlagers ist natürlich der Wachdienst, der auf alle Gruppen verteilt wird, und durchgehend durchgeführt wird

Abendprogramm

Auch Soldaten waren noch nie der Unterhaltung abgeneigt, daher gibt es- je nach Verfügbarkeit von Musikern und Gelegenheit- gern und des abends Tanz und Musik (und Würfelspiell, aber dass das nur niemand von den Offizieren merkt…)

Wir suchen immer nach Musikern, die eine entsprechende Ausrüstung haben, um zu der Veranstaltung beizutragen!

Lotterie

Geplant für dieses Jahr ist eine Lotterie nach historischem Vorbild.

Taverne

Wo immer sich Soldaten zusammenrotten, entsteht automatisch an irgendeiner Stelle ein Ort, wo leichtalkoholische Getränke konsumiert werden. Ein Ausschank von (gekühltem!) Bier und anderen Getränken ist daher unerlässlich.

Unvorhergesehenes

Gerüchteweise treibt sich zwilichtiges Gesindel in der Gegend herum, und der Feind verfolgt die Bewegungen des Reichsaufgebotes mit Argusaugen. Es handelt sich um die Darstellung eines Militärlagers, also immer Augen auf!